Wie bin ich eine Musikerin geworden?

Ich war neun Jahre alt. An einem herrlich sonnigen Frühlingstag war ich unterwegs zur Schule in einer südkoreanischen Stadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin. Als ich an einer privaten Musikschule vorbeiging, hörte ich eine wunderschöne Klaviermusik, die mich fasziniert hat. In diesem Moment habe ich beschlossen, mich zur Pianistin ausbilden zu lassen.
Meiner Klavierlehrerin zufolge war ich eine sehr disziplinierte Klavierschülerin. Sie sagte immer wieder anderen Schülern, dass sie niemals so eine zuverlässige Schülerin wie mich gesehen hätte, da ich niemals die Klavierübungs- und Unterrichtsstunden verpasst hatte. Ein paar Jahre später empfahl sie mir, das Fach Komposition bzw. Musiktheorie zu studieren. Somit fing ich an, mich zur professionellen Musikerin bzw. Komponistin ausbilden zu lassen. Ich war die Klassenpianistin in meinen ganzen Schuljahren.
Ich habe mich im Jahr 1985 in das Fach Musikpädagogik an einer christlichen Universität in meiner Stadt eingeschrieben. Zu der Zeit habe ich in einem Buch einen Satz, der meinem damaligen Lebensgefühl entsprach, gefunden: „Universität ist ein Paradies.“ Seit dieser Zeit beschäftige ich mich ernsthaft mit künstlerisch-wissenschaftlichen Studien, die auf meiner (musikphilosophischen) Identitätsfrage beruhen.
Ich habe das Studium mit der besten Note in meinem Jahrgang abgeschlossen. Im Anschluss gründete ich eine private Musikschule in Seoul, wo ich zwei Jahre lang als Leiterin tätig war. Jedoch konnte ich nicht auf eine künstlerische Weiterbildung verzichten. Deshalb nahm ich mit Prof. Lee an der Frauenuniversität Ehwa Kontakt auf und setzte mein Kompositionsstudium fort. Bei ihr blieb ich etwa ein Jahr lang. Nach einer intensiven Zusammenarbeit empfahl sie mir ein weiteres Studium in Europa; so kam ich im Sommer 1991 nach Europa.

Nach dem Ankommen in Deutschland lernte ich neben dem Privatunterricht im Fach Komposition Deutsch an der VHS, der Inlingua und der Uni. Schließlich wurde ich an der Musikhochschule Maastricht angenommen und habe dort drei Jahre lang die Fächer Komposition, Klavier, Gesang, Partiturspiel und Instrumentation studiert. Danach entschied ich mich für ein weiteres Studium im Fach Elektronische Komposition in der Kölner und Essener Musikhochschule, und danach wurde mein praxisorientiertes Kompositionsstudium in der Musikhochschule Den Haag fortgesetzt und anschließend erfolgreich beendet.

Wie bin ich Wissenschaftlerin geworden?

Ich war von 2003 bis 2006 an einer südkoreanischen Universität als Dozentin tätig und veröffentlichte ein Buch zum Thema „Fortschreitende Musik“. Das war mein erster Schritt, mich als Wissenschaftlerin zu qualifizieren. Dieses Forschungsinteresse wird durch das Doktoratsstudium an der Kunstuniversität Graz konkret realisiert.

Wie bin ich Sängerin geworden?

Seit ich ein ganz kleines Kind bin, singe ich gerne mit oder ohne instrumentale Begleitung vor Menschen. Meine gesamte Schullaufbahn lang war ich „die Sängerin der Klasse“ und ließ mich neben meinen Hauptfächern Komposition und Klavier auch im Fach Gesang ausbilden. Erst vor Kurzem jedoch entdeckte ich mich ernsthaft als Sängerin, da das Singen mir sehr viel Spaß macht und ich weiß, dass ich andere mit meiner Stimme trösten oder glücklich machen kann. Dementsprechend wähle ich Gesangsstücke, die zu Ihrer Situation passen, besser gesagt: Mit Livemusik von mir wird Ihre Feierlichkeit noch schöner.
* Zu den Hörproben

Komposition

Ausgewählte Werkliste

Publikationen

Koreanische Kunst und Kultur – Buchcover

Koreanische Kunst und Kultur

ISBN: 978-3-8300-7100-6
Hamburg 2013, Verlag Dr. Kovač

Der Schwerpunkt der Studie liegt sowohl auf der traditionellen koreanischen Kunst- und Kulturgeschichte als auch auf der koreanischen Ästhetik, die anhand von Schlüsselbegriffen erläutert wird. Zudem wird die moderne koreanische Kunst aufgrund der globalisierten Kunst- und Kulturwelt in kunstterminologischen Ansätzen erörtert. Danach erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der traditionellen und modernen koreanischen Familienkultur, die sich in Verbindung mit der Gender-Perspektive ergibt.

Inhaltsverzeichnis (DNB)

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Buchcover: Interkulturalität in der neuen Musik Koreas

Interkulturalität in der neuen Musik Koreas

Integration und Hybridität in der Musik von Isang Yun und Byungki Hwang

ISBN: 978-3-8300-6103-8
Hamburg 2011, Verlag Dr. Kovač
Schriften zur Kulturwissenschaft, 128 Seiten

Für diese Studie wurden zwei koreanische Komponisten ausgewählt und ihre Werke genauer untersucht: Isang Yun, der im Bereich der inter­nationalen zeitgenössischen Kunstmusik tätig war und Byungki Hwang, der in der traditionellen koreanischen Musikszene hohe Anerkennung genießt. Aufgrund ihrer gegensätzlich ausgerichteten Spezialisierungen bieten die beiden Komponisten gute Voraussetzungen für eine vergleichende Erforschung ihrer interkulturellen Positionen.

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Buchcover: Fortschreitende Musik

진보하는 음악 [Fortschreitende Musik]

ISBN: 89-5916-148-9
Seoul 2005, Yesolpress, 100 Seiten mit CD

진정한 예술 작품은 진보성과 독특함을 지니고 있다

이 책에서 저자는 가치 있는 창작행위란 작곡 기법이나 표현방법 면에서 창조성과 실험적인 정신을 지니고 있어야 한다고 본다. 이와 맥락을 같이하여 음악분석 면에서도 새로운 관점이

요구된다고 보았는데 즉, 하나의 훌륭한 예술작품은 연관성을 지닌 유기체이며 음악구조에는 어떤 주류를 이루는 법칙들이 존재한다고 보았다. 이에 세가지 관점에서 작품을 고찰하였다.

첫째로 황금분할 면, 둘째로 음, 프레이즈, 모티브 등의 긴밀한 관계, 셋째로는 음성학으로의 음 산출이라는 새로운 차원의 테크닉과 작곡의 연관성을 고찰하였다. 베토벤 작품을 직접 분석하고 존 슬랑엔 교수의 안톤 베베른 작품분석과 작곡가 바를로우의 작품분석을 번역, 정리하고 저자의 의견을 덧붙였다. 마지막으로 저자 자신의 작품을 예로 들어 철학적 면에서 서양과 동양이라는 두 개의 판이하게 다른 세계가 한 작품 안에서 어떻게 연관성을 가지고 발전되어가는지를 보여주고 있다.

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Forschungsaufsätze

Jahr Titel
2020 BEETHOVEN HANDBUCH-1 (übersetzung), Seoul: Taerim Verlag, 436-466
2018 The Identity of Isang Yun's Music in Cross-cultural Comparison, Seoul: Musik und Volk, 65-91
2014 Ethik und Kunst, in: Ethik im Weltkontext. Geschichten - Erscheinungsformen - Neuere Konzepte, hrsg. von Hamid Reza Yousefi und Harald Seubert, Wiesbaden: Springer Fachmedien, 259-267
2012 Zum Problem der Transkription traditioneller koreanischer Musik, in: Wiener Beiträge zur Koreaforschung, hrsg. von Koreanologie • Institut für Ostasienwissenschaften Universität Wien, Wien: Präsens Verlag, 69-84,
2009 Klangflächenkomposition bei Xenakis (METAstasis)und Ligeti (Apparitions). Zum Vergleich von Klangflächenkompositionen in der Musik Ligetis und Xenakis', 10 S. (unveröffentlicht)
2008 Persische Kunstmusik - Ihr Tonsystem Dastgah, 19 S. (unveröffentlicht)